Statements


Beruf Künstler

Der Beruf der Zukunft ist nicht Autoschlosser, sondern einmal berühmt zu werden.
Andy Warhol
(14)

In unserer Gesellschaft gilt Bewunderung immer weniger für Leistung oder Talent, vielmehr für die Bekanntheit an sich. (15)

Kunst, so scheint es, erwächst zu einem Berufsfeld, von dem sich viele Berühmtheit und Glamour erhoffen. (15)

Künstler sind in ihrem Beruf nicht nur als Künstler im Allgemeinen, sondern im Besonderen als "Lebenskünstler" gefordert. Wenn sich der "Lebenskünstler" professionalisiert, wird er ein "Künstler-Unternehmer". (18)

Begreifen Sie sich als Unternehmer im Warhol’schen Sinne: "Good business is the best art"! (163)

Eine tiefe künstlerische Obsession liefert in der Regel die Grundlage, um durchzuhalten und "dranzubleiben". (25)

 

Aufmerksamkeit

Das neue Zahlungsmittel heißt Aufmerksamkeit. "Aufmerksamkeit" ist das Schlagwort des 21. Jahrhunderts. Wer bestehen und sich entwickeln will, sowohl persönlich als auch unternehmerisch, muss, so scheint es, die knappe Ressource vereinnahmen, koste es, was es wolle. (38)

Nichts macht erfolgreicher als Aufmerksamkeit. (39)

Je höher das Einkommen an Aufmerksamkeit, desto größer die Option auf materielles Einkommen, Prominenz und Ruhm. (39)

 

Kunstmarkt

Galerien sind die sozialsten Institutionen der Welt. (63)

Der Kunstmarkt ist mehr denn je durch einen Generationenwechsel gekennzeichnet. (137)

 

Spielregeln im Kunstbetrieb

Zeige mir, wer über dich schreibt, und ich sage dir, ob du Erfolg haben wirst. (45)

Zeige mir deine Allianzen (im Kunstbetrieb), und ich sage dir, ob du Erfolg haben wirst! (44)

Zeige mir, welche Aura du in dein Werk integrierst und ich sage dir, ob du Erfolg haben wirst. (171)

Sage mir, wer in deinen Werken mitspielt, und ich sage dir, ob du Erfolg haben wirst. (175)

Kunst wird erst zu Kunst, wenn sie in einer Kunstzeitschrift publiziert wird. (44)

 

Kunstvermarktung

Der Künstler ist nicht mehr das farbbekleckste, einsam schaffende Genie, das im schlecht beheizten Atelier Werke schöpft, sondern gefragt ist der Unternehmertyp, der im Atelier, im Büro und auf den Ausstellungsbühnen agiert. Er muss gut vernetzt sein und zwischen Kunstproduktion, Selbstrepräsentation und Vermarktungsstrategien jonglieren können. (106)

Die Kunstvermarktung im 21. Jahrhundert muss Themenwelten, Lebensstile, Weltbilder kultisch inszenieren, um up to date zu sein. (164)

"Emotion" ist eines der Zauberwörter der Zukunft im Marketing. (165) Starke Emotionen entstehen immer durch Menschen und ihre Auftritte. (170) In der Praxis des emotional design werden zu vermarktende Produkte mit Mythen, Stories sowie Aura umgeben. (165)

Nicht nur Werke und Leistungen stehen im Mittelpunkt des Kunstmarktes, sondern primär die Produzenten der Werke und Leistungen. Der Aufmerksamkeitsfluss geht nicht selten vom Künstler zum Werk. Der Markt sucht nach Künstlern mit Starpotenzialen. (170)

 

Die Zitate stammen aus Kathrein Weinholds Buch "Selbstmanagement im Kunstbetrieb" - die Ziffern in Klammern bezeichnen die Seitenzahl.